
Landkreis Gießen: Zwei Tote nach Absturz von Kleinflugzeug
Polheim. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs im mittelhessischen Pohlheim sind die beiden Insassen der Maschine in Krankenhäusern gestorben. Das teilte die Polizei mit. Das Unglück ereignete sich nahe dem Segelflugplatz im Pohlheimer Ortsteil Watzenborn-Steinberg. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine kleine Propellermaschine, wie ein Polizeisprecher vor Ort sagte. Das zerstörte Flugzeugwrack lag am Nachmittag auf einem Getreidefeld. Gegen 11.30 Uhr sei die Mitteilung von der Rettungsleitstelle eingegangen, dass es zu dem Flugzeugabsturz gekommen sei, sagte der Polizeisprecher.
Zunächst war unklar, ob von dem Flugzeugwrack eine Gefahr ausging. Konkret gehe es um eine Notfallvorrichtung mit Fallschirm, der durch eine Sprengladung ausgelöst werden könne. Der Zustand der Sprengladung sei unklar, daher müsse sie von Experten noch gesichert werden.
Zusammen mit Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung müsse die Ursache für den Absturz nun geklärt werden, „die Ermittlungen dazu laufen jetzt“, sagte der Sprecher. Auch mit der Feuerwehr stehe man im Austausch. Zahlreiche Feuerwehrkräfte waren am Nachmittag an der Unglücksstelle, auch um bei Temperaturen um 30 Grad für den Brandschutz auf dem Gelände zu sorgen.
Der Segelflugplatz Pohlheim befindet sich auf einer Anhöhe südöstlich von Pohlheim, im Ortsteil Watzenborn-Steinberg, dort ist unter anderem die Segelfliegergruppe Steinkopf aktiv. Der Club hat nach Angaben auf der Homepage rund 100 Mitglieder, davon 40 Aktive.
Zuletzt war Ende Februar ein Kleinflugzeug bei der Landung auf dem Flugplatz Egelsbach in eine Oberleitung der S-Bahn geflogen. Nach Polizeiangaben hatte der Pilot beim Landeanflug wohl die Oberleitung der S-Bahn übersehen. Das Flugzeug hatte danach noch regulär landen können. (dpa/thwi)
