Frankreich – Irak 3:0 (1:0)
Die französische Nationalmannschaft hat ihr zweites Spiel in der Gruppenphase gegen den Irak mit 3:0 (1:0) gewonnen. Kylian Mbappé (14./54.) und Ousmane Dembélé (66.) schossen die Tore. Damit führt Frankreich in der Gruppe I und steht vorzeitig im Sechzehntelfinale. Überschattet wurde das Spiel von einer zweistündigen Pause aufgrund der Wetterbedingungen in Philadelphia.
Die Équipe Tricolore zeigte anders als beim Auftakt gegen den Senegal große Spielfreude und stellte den Irak vor riesige Probleme. Doch es haperte oftmals im Angriffsdrittel am letzten Pass, das erste Tor blieb die einzige Chance der Franzosen in der ersten Halbzeit. Das Team aus dem Irak hatte keine Torchance bis zur Pause, versteckte sich vor 68.324 Zuschauern aber nicht.
Kurz nach Beginn der Pause forderten die Veranstalter die Besucher wegen eines Gewitters auf, die Tribüne zu räumen. Am Ende konnte die Partei nur nach einer Unterbrechung von 132 Minuten inklusive der fünfzehnminütigen Halbzeit bei Regen fortgesetzt werden. Letztlich vergingen knapp vier Stunden vom Anpfiff bis zum Abpfiff.
Die Unterbrechung tat dem Favoriten dennoch gut. Extrem aggressiv und mit viel Zug zum Tor kamen Les Bleus aus der Kabine. »Man hat gesehen, dass wir Qualität haben. Das dritte Tor könnte entscheiden sein für die Tabelle«, sagte Frankreichs Trainer Didier Deschamps. Die zweite Halbzeit nach der langen Pause bezeichnete er als Neustart.
Mbappé zieht mit Klose gleich
Mbappé verwandelte in der zweiten Spielhälfte noch eine Chance und kommt nach seinem 100. Länderspiel nun auf 16 WM-Treffer – so viele wie der frühere DFB-Stürmer Miroslav Klose. Argentiniens Ikone Lionel Messi hatte die Bestmarke wenige Stunden zuvor auf 18 Treffer hochgeschraubt.
Mit dem Sieg stehen die Franzosen vorzeitig in der K.-o.-Runde, am 26. Juni geht es in Boston gegen Norwegen nur noch um den Gruppensieg. Mit Platz eins in der Gruppe I wäre das Team von Trainer Didier Deschamps möglicher deutscher Gegner im Achtelfinale. Der Irak hat bei seiner ersten WM-Teilnahme seit 40 Jahren hingegen kaum noch Chancen auf die nächste Runde.
Bereits vor dem Spiel hatte ein Unwetter für Beeinträchtigungen gesorgt. Der Einlass verzögerte sich um rund 45 Minuten. Fans wurden aufgefordert, Schutz zu suchen oder die Anreise vorerst zu verschieben. Eine Trinkpause gab es aus Zeitgründen in der zweiten Halbzeit nicht mehr – ein Novum bei diesem Turnier.
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