Die Rollläden sind unten, das Licht ist aus. Ein Sticker am Haus weist darauf hin, dass gefilmt werde, wer sich nähere. Als würde die Bewohnerin versuchen, sich unsichtbar zu machen. Nur weiß hier im Viertel am Stadtrand von Hannover eigentlich jeder, wer Hülya Iri ist. Und jeder glaubt zu wissen, was sie getan hat.
Hülya Iri soll den deutschen Staat um Hunderttausende Euro betrogen haben. Auf eine Weise, so raffiniert, dass ihre Partei, die SPD, es entweder nicht mitbekam oder sogar wegsah.
Noch ist vor allem die SPD in Hannover damit befasst. Doch auch der Bundestag beschäftigt sich mit der Angelegenheit. Denn es geht hier nicht um eine Lokalposse, sondern um die Frage, wie leicht es sein kann, öffentliche Gelder zu veruntreuen.
