Boris Pistorius hat angekündigt, Soldaten im Notfall für einen Einsatz in Litauen verpflichten zu wollen. Es sei unwahrscheinlich, dass die Zahl der Freiwilligen reiche.
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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) will im Zweifel Soldaten für einen Einsatz bei der Bundeswehr-Brigade in Litauen verpflichten. Das sagte Pistorius bei seinem Besuch der ersten Übung der Truppe in Pabradė nahe der Grenze zu Belarus. Der Bundesverteidigungsminister räumte ein, dass voraussichtlich nicht alle 4.800 Soldaten für die Brigade in Litauen freiwillig rekrutiert werden können. Ihm zufolge kommt im Zweifelsfall das Aussprechen einer Verpflichtung infrage. Pistorius sprach mehrfach davon, dass die Einsatzbereitschaft »höchste Priorität« habe.
Die Stationierung der Panzerbrigade soll die Ostflanke der Nato stärken. Sie hatte die Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung aus Russland zugesagt. Bis 2027 soll die Truppe als Kampfverband voll einsatzfähig sein. Sie soll dann rund 4.800 Soldaten und 200 zivile Mitarbeiter umfassen. Bisher sind etwa 1.800 Bundeswehrangehörige in Litauen stationiert.
Der Verteidigungsminister sieht den Aufbau der Brigade insgesamt auf einem guten Weg. »Alles scheint planmäßig zu verlaufen«, sagte er in Vilnius. Zuvor hatte er seinen litauischen Amtskollegen Robertas Kaunas getroffen.
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