Der neue Chef der Linken, Luigi Pantisano, will polarisieren. Dann stolpert er über seine Aussagen zur CDU – und fällt bei der Wahl fast durch.
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Die Linke mag
eine streitlustige Partei sein, aber mit einem solch schlechten Ergebnis hat
sie noch nie einen Vorsitzenden ins Amt gewählt. Nur 53,34 Prozent der Stimmen
bekommt der neue Vorsitzende Luigi Pantisano auf dem Parteitag in Potsdam. Das
sind 287 von 540 Stimmen – es hat nicht viel gefehlt und der Mann wäre
durchgefallen. Und das, obwohl es keine Gegenkandidaten gab.
Auf seinem
Platz in der ersten Parteitagsreihe knipst Pantisano trotzdem ein
tapferes Lächeln an. Seine Co-Chefin Ines Schwerdtner nickt ernst. Dann
streicht sie ihm aufmunternd über den Rücken. Der Saal applaudiert, aber in
vielen Gesichtern steht die Ratlosigkeit. Das hätte auch schiefgehen können.
Und einen Plan B gab es nicht.
