Jürgen Klopp hat die Trennung von Trainer Ole Werner durch den Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gerechtfertigt. «Ole hat einen Klasse-Job gemacht. Wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Aber wir müssen auch zeitgleich nach vorn gucken», sagte der 59-Jährige bei MagentaTV vor dem WM-Spiel der Engländer gegen Kroatien in Dallas.
«Wir haben dann darüber nachgedacht, wie das aussehen könnte mit der Belastung, die auf uns zukommt. Dann hat man sich in Leipzig für den Wechsel entschieden», sagte Klopp.
Der ehemalige Erfolgstrainer ist Global Sports Director von Red Bull Soccer und arbeitet bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada zudem als Experte beim Streamingdienst MagentaTV. «Wir sind ja beratend tätig als Global-Team. Wir waren in der Entscheidungsfindung mit dabei. Wir haben die Saison analysiert», meinte er.
Trotz Champions-League-Qualifikation gab es Zweifel an Werner
Wenige Stunden zuvor hatte RB Leipzig mitgeteilt, sich von Werner nach nur einem Jahr zu trennen. Der ehemalige Trainer des SV Werder Bremen und von Holstein Kiel hatte das Team aus Sachsen auf den dritten Tabellenplatz und in die Champions League geführt.
Werner hat in Leipzig noch einen Vertrag bis 2027. Ein Nachfolger soll zeitnah präsentiert werden. Auch die Co-Trainer Tom Cichon und Patrick Kohlmann müssen gehen.
Kein Kommentar von Klopp zu Nachfolge-Kandidat Demichelis
Nachfolger soll nach übereinstimmenden Medienberichten der Argentinier Martín Demichelis werden. Der 45 Jahre alte frühere Abwehrspieler von Bayern München war bislang Trainer von RCD Mallorca. Klopp wollte den Namen nicht kommentieren. «An Spekulationen beteilige ich mich jetzt nicht. Alles, was dazu zu sagen ist, kommt aus Leipzig.»
Unzufriedenheit mit Werner soll es vor allem bei Aufsichtsratschef Oliver Mintzlaff und der globalen Fußball-Abteilung um Klopp und Ex-Nationalspieler Mario Gomez gegeben haben. Die von Werner implementierte neue Spielidee überzeugte dort nicht, zudem habe RB zur Qualifikation in die Champions League dem Vernehmen nach zu viel Glück benötigt.
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