1999 wurden in den Dorf Reçak schwere Kriegsverbrechen begangen. Mehr als 25 Jahre später hat die Staatsanwaltschaft des Kosovo fünf weitere Verdächtige festgenommen.
Im Kosovo sind mehr als 25 Jahre nach dem Ende des Krieges fünf Serben wegen möglicher Kriegsverbrechen festgenommen worden. Die Männer werden verdächtigt, an der Ermordung von mehr als 40 ethnischen Albanern durch serbische Truppen im Dorf Reçak beteiligt gewesen zu sein, wie Staatsanwalt Ilir Morina mitteilte. Sie seien als Mitglieder damaliger Spezialeinheiten der serbischen Polizei identifiziert worden.
Beim Massaker von Reçak waren im Januar 1999 laut Ermittlungen der Staatsanwaltschaft 42 albanische Zivilisten getötet worden. Dabei umstellten serbische Truppen das Dorf und beschossen es, bevor gepanzerte Fahrzeuge in den Ort eindrangen und Soldaten die Häuser nach den Bewohnenden durchsuchten. Die Staatsanwaltschaft des Kosovo hat bereits 21 Serben wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Massaker angeklagt.
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