
Dort war das Kirchenoberhaupt am Morgen mit der gleichen Maschine problemlos von Gran Canaria gelandet. Nach seiner letzten großen Messe am Hafen von Santa Cruz hatte das Kirchenoberhaupt bereits mehr als eine Stunde Verspätung. Fernsehkommentatoren scherzten, Leo gefalle es offenbar so gut, dass er gar nicht mehr zurück in den Vatikan wolle.
„Ich bedauere die Situation sehr. Unser Wartungsteam schlägt vor, das Flugzeug zu wenden, da das Problem am Triebwerk wahrscheinlich auf Rückenwind zurückzuführen ist“, hatte der Flugkapitän laut einem Korrespondenten der Zeitung „El País“ zunächst mitgeteilt, der zusammen mit gut 80 Journalisten an Bord geblieben war. Auf Teneriffa macht starker Wind immer wieder dem Flugbetrieb zu schaffen.
Doch es half auch nicht, dass ein Schleppfahrzeug den Airbus wendete. Die Fluggesellschaft entschied, ein Ersatzflugzeug aus Madrid auf die Kanaren zu entsenden. Aber so lange wollte Felipe den Papst nach dessen anstrengender Reise nicht warten lassen – in Spanien war man stolz darauf, dass bisher alles fast reibungslos geklappt hatte. Der König bot dem Papst und dessen engsten Mitarbeitern seine kleine Regierungsmaschine vom Typ „Falcon“ an, die wenige Meter entfernt auf dem Rollfeld wartete.
Schon kurz darauf begleitete Felipe den Papst zu seinem Flugzeug, mit dem er eigentlich selbst nach Madrid zurückfliegen wollte. Wie die restliche Delegation musste der Monarch auf Teneriffa auf seine Ersatzmaschine warten, während sich der Papst mit drei Stunden Verspätung auf den Heimweg macht.
