Es hat etwas eigentümlich Tröstliches, Dinge aus Teig herzustellen. Vielleicht ist das der Grund, warum ich so gerne backe. Beispielsweise Biscuits. Die kann ich, wenn es sein muss, mit geschlossenen Augen zubereiten. Damit meine ich nicht die Kekse, sondern amerikanischen Biscuits, die in ihrer Art irgendwo zwischen Buttermilchbrötchen und Scones liegen. Sie sind buttrig, fluffig und ein bisschen wild.
Meine Lieblingsvariante beinhaltet getrocknete Früchte, Käse und Kräuter. Für den Sommergeschmack gebe ich Zitronenthymian und etwas Zitronenabrieb dazu. Als kleiner türkischer Hauch kommt Schwarzkümmel in den Teig und Sesam obendrauf. Wer das Ganze saisonal anpassen möchte, könnte zum Beispiel mit getrockneter Feige, geriebenem Ziegenkäse, Cheddar oder karamellisierten Zwiebeln variieren. Die Möglichkeiten sind wie immer schier unendlich, jedoch haben sie alle eines gemeinsam: Die Zubereitung bleibt eine krümelige Angelegenheit. Der Teig ist störrisch und will sich kaum fügen. Aber wer zügig arbeitet und ihn vor dem Backen gut kühlt, wird mit einer blättrigen und buttrigen Textur belohnt.
