»Ich hatte schon während meines BWL-Studiums in Köln das Gefühl, ich brauche etwas Kreatives, um in dieser Zahlenwelt zu funktionieren. Nach meinen Vorlesungen in Mikroökonomie und Statistik habe ich Perlenketten gebastelt, Portemonnaies genäht oder abstrakte Landschaften gemalt.

Dann hatte ich meinen Bachelor und habe als Produktmanagerin in einem Berliner Start-up angefangen, das Sexspielzeuge für Frauen herstellt. Dort war es normal, mehr als 50 Stunden die Woche am Schreibtisch zu sitzen, häufig bis 22 oder 23 Uhr. Was nichts mit Arbeit zu tun hatte, blieb liegen: die Treffen mit meinen Freund:innen, die Abende mit meinem Partner. Das Basteln, Nähen und Malen.