
Der Versuch, Deutschland ökonomisch wieder auf Vordermann zu bringen, hat noch nicht richtig begonnen, da ertönen schon Stimmen, es mit dem Eifer nicht zu übertreiben. Das ist misslich. Auch wenn hierzulande eine Tendenz zu halb leer gesehenen Gläsern vorherrscht, so kann doch kein Zweifel bestehen, dass etwas geschehen muss. Etwas, das weniger mit dem einfallslosen Ruf nach Einnahmenerhöhung des Staates zu tun hat, sondern viel mehr mit der Entfesselung von Freiheit, auf dass unternehmerischer Mut, private Initiative und Lust auf Investitionen wieder anspringen mögen. Unter den Bürgern bleibt derzeit hängen: Alles wird teurer. Grundsteuer, Beiträge für Krankenkassen, Pflege und Rente, Parkgebühren, Lebensmittel, Baumaterial. Von der Idee, es müsse mehr Netto vom Brutto bleiben, ist vor allem Vertrauensverlust geblieben. Aus der Industrie tönen unüberhörbare Warnsignale, polternd laut von Unternehmern wie dem Tunnelbauer Herrenknecht, drohende wie die der Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim.
