
„Ich glaube, dass für uns alles möglich ist“ – das war die Einschätzung des Frankfurter Nationalspielers Niklas Kropp vor Beginn der Weltmeisterschaft im 3×3-Basketball. Viel fehlte dann tatsächlich nicht, und das wichtigste internationale Turnier in diesem Jahr wäre für die Deutschen zum vollen Erfolg in Form einer Goldmedaille geworden.
Erst im Finale unterlag die Nationalmannschaft in Warschau auf dem Court vor dem Kultur- und Wissenschaftspalast Lettland 15:20. Aber auch die Silbermedaille hat großen Wert für den Verlierer, der zuvor auf dem Weg ins Endspiel alle sechs Turnierspiele gewonnen hatte.
Denn seit der Premiere im Jahr 2012 ist es die erste WM-Medaille überhaupt für den Deutschen Basketball Bund. Und es handelt sich um den zweiten großen Erfolg im 3×3 nach dem Olympiasieg der Frauen 2024 in Paris.
Zwei Skyliners-Spieler dabei
„Vor dem Turnier gab es durchaus einige Fragezeichen, weil wir in dieser Konstellation noch nie zusammengespielt hatten und auch nur zwei oder drei gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren konnten“, sagte Kropp. „Dafür hat das wirklich richtig gut funktioniert.“ Von den vier deutschen Spielern kamen neben Denzel Agyeman und Fabian Giessmann (beide Baskets Bonn Telekom/Turn-Klubb zu Hannover) auch zwei von den Skyliners aus Frankfurt: Kevin Bryant und Kropp.
Der 28 Jahre alte Kropp sicherte seiner Auswahl in dem Wettbewerb insgesamt 20 Punkte, außerdem holte er 27 Rebounds. Im vierten Gruppenspiel gegen China (22:12) stach er mit neun Punkten und sechs Rebounds heraus. „Am Ende waren wir vor allem über unsere Defense erfolgreich“, meinte Niklas Kropp. Bei seinem Teamkollegen Kevin Bryant wiederum standen insgesamt 13 Punkte und 15 Rebounds in dessen Bilanz.
Das Finale hatten die Deutschen durch Siege gegen Japan (21:15), Neuseeland (19:10), die Niederlande (21:13), China, Österreich (21:19) sowie im Halbfinale gegen Frankreich (19:18) erreicht. Die Letten hatten in der Runde der besten vier Nationen Rekordweltmeister Serbien mit 20:19 nach Verlängerung aus dem Wettbewerb geworfen.
