Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel (CDU), hat sich für eine niedrigere Rentenerhöhung zum 1. Juli ausgesprochen, um die geplante Barfögerhöhung zu finanzieren. Konkret schlug der Chef der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU vor, die Renten nur um 3 statt um 4,2 Prozent steigen zu lassen. Die so frei werdenden finanziellen Spielräume sollten genutzt werden, um die auf der Kippe stehende Erhöhung der Barfögsätze zu finanzieren und Kürzungen beim Elterngeld zu verhindern, sagte Winkel der Bild-Zeitung.
»Die Erhöhung der Rente, des Bafög und des Elterngelds sind allesamt im Koalitionsvertrag vereinbart«, sagte Winkel. Zwar müssten diese Versprechen angesichts der Haushaltslage auf den Prüfstand. Aber: »Warum die Einsparungen nicht fair verteilt werden, ist nicht nachvollziehbar.« An die schwarz-rote Koalition von Kanzler Friedrich Merz (CDU) appellierte der CDU-Politiker: »Gebt euch einen Ruck für die junge Generation, liebe Regierung!«
Die jährliche Rentenanpassung zum 1. Juli ist in Deutschland gesetzlich festgelegt und lässt sich nicht ohne Weiteres kürzen. Grundlage dafür sind die Daten des Statistischen Bundesamts zur Entwicklung der Bruttolöhne und -gehälter des Vorjahres. Für die Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026 war eine Lohnentwicklung von 4,25 Prozent maßgeblich.
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