Deutschland – Norwegen 2:0 (2:0)
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat sich mit 2:0 (2:0) gegen Norwegen vorzeitig als Gruppensieger für die erste Frauen-Fußballweltmeisterschaft in Südamerika qualifiziert. Die Newcomerin Marie Müller feierte als Ersatz für die verletzte
Giulia Gwinn mit ihrem Führungstreffer (18.) einen glänzenden Einstand
im Nationalteam. Carlotta Wamser (27.) erhöhte kurz darauf vor 33.425 Fans im Kölner Stadion.
Während Stammtorhüterin Ann-Katrin Berger ihre Bauchverletzung
rechtzeitig auskurieren konnte, musste Bundestrainer Christian Wück seine Stamm-Abwehr fast
komplett umbauen. Neben der an der Schulter verletzten Kapitänin Gwinn wurde die verletzte Franziska Kett von Wamser auf der linken Seite vertreten. In der zentralen Abwehr kam die erfahrene Kathrin Hendrich für die wegen einer roten Karte gesperrten Vize-Kapitänin Janina Minge zum Einsatz.
»Wir wollen gewinnen«
Wück war bemüht, den gestiegenen Druck nach dem 0:0-Unentschieden in
Österreich auszublenden. Über eine mögliche Niederlage »denken wir nicht
nach. Wir wollen gewinnen, eine der ersten europäischen Mannschaften
sein, die sich qualifizieren«, sagte Wück vor Anpfiff in der ARD.
Diese Ansprache setzte sein Team um. Es begann wie beim 4:0 im Hinspiel druckvoll und versuchte, eine schnelle
Offensive um Lea Schüller, Klara Bühl und Jule Brand durchzusetzen. Bereits in der 17. Minute gingen die Deutschen dann durch Müllers Treffer in Führung. Nur zehn Minuten später erhöhte Wamser. Das 2:0 entsprach insgesamt den Kräfteverhältnissen im Kölner Stadion. Zwar gelang der Wück-Elf nicht alles, sie spielte aber
mit viel Einsatz, Überzeugung und stets nach vorn orientiert.
Dagegen kamen die Norwegerinnen nicht an. Die wenigen Chancen der Gäste wehrte Berger ab. Der vermeintliche Anschlusstreffer noch vor der Pause durch Signe Gaupset (43.) zählte
aufgrund einer Abseitsstellung nicht. Zum Ende hin war der Sieg für die Deutschen ungefährdet.
