Die deutschen Autobauer haben im ersten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Gewinneinbruch verzeichnet und fallen im Vergleich zur internationalen Konkurrenz immer weiter zurück. Das lässt sich einer neu veröffentlichten Analyse der Beratungsgesellschaft EY entnehmen.
Demzufolge sank der Umsatz der drei großen Autohersteller Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW von Januar bis März um 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die Konkurrenz in den USA konnte ihren Umsatz hingegen um fünf Prozent steigern, die japanischen Konkurrenten um vier Prozent.
Beim Gewinn zeigt sich die Entwicklung noch deutlicher: Laut EY ging das operative Ergebnis der deutschen Hersteller im ersten Quartal um 23,3 Prozent zurück. Die US-Hersteller Ford, General Motors und Tesla dagegen erzielten demnach ein Plus von knapp 83 Prozent.
Größtes Problem ist der chinesische Markt
Als Gründe nannte EY vor allem den tiefgreifenden Strukturwandel der Branche. Hohe Investitionen, Überkapazitäten, schwächelnde Auslandsmärkte und der schleppende Hochlauf der Elektromobilität würden die deutschen Konzerne unter Druck setzen.
Besonders problematisch bleibe der Markt in China. Dort würden die deutschen Autobauer einen Absatzrückgang von 16 Prozent verzeichnen. Laut EY sind hochpreisige Premium-Fahrzeuge in China aufgrund der schwachen Konjunktur gerade eher unbeliebt, bei Elektroautos bevorzugten die Chinesen einheimische Marken.
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