Deutschland ist schön, vor allem von oben.
Und von je weiter weg man es sieht, desto schöner wird es. Aus der Höhe fallen
die Schönheitsfehlerchen nicht so auf, die schneelosen Alpen etwa, der braun
gewordene deutsche Wald oder die ausgetrockneten Flüsse in den immer regenärmer
werdenden Frühjahren. Kaum zu glauben, aber bislang ist noch kein Mensch in
politischer Verantwortung hierzulande auf die Idee gekommen, sich selbst ins
Weltall zu schießen.
Genau das würde Dorothee Bär (CSU),
Forschungs-, Technologie- und Raumfahrtministerin, jetzt gerne ändern, wie sie
jüngst in einem Interview mit der Funke Mediengruppe verriet. »Ich würde sehr
gerne in ein Raumschiff steigen«, verriet sie da Denn aus dem All lasse sich
die Schönheit der Erde am besten genießen, da könne man jeden Astronauten
fragen. Nur auf den Mond umzuziehen oder gleich auf den Mars, das könne sie
sich momentan nicht vorstellen, egal wie heiß die deutschen Sommer noch werden
sollten. Stattdessen arbeite sie lieber daran, auf Erden das Schlimmste zu
verhindern, also die völlige Unbewohnbarkeit dieses Planeten, der von oben
betrachtet so groß und gleichzeitig verletzlich aussieht, dass man sich als
Mensch im Astronauten-Anzug ganz klein mit Helm fühlt.
