Ein Großbrand hat im überfüllten Rohingya-Flüchtlingslager im Südosten Bangladeschs erhebliche Schäden angerichtet. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) wurden mehr als 400 provisorische Unterkünfte stark beschädigt, mehr als 2.000 Menschen seien unmittelbar betroffen.
Unter den Bewohnerinnen und Bewohnern habe es mehrere Leichtverletzte gegeben, teilte die Organisation weiter mit. Viele Menschen hätten überdies all ihren Besitz verloren, darunter Ausweispapiere und andere wichtige Dokumente. Auch zentrale Teile der Lagerinfrastruktur – darunter Wasser- und Sanitäranlagen, Hygieneeinrichtungen, Schulen sowie zwei Moscheen – seien schwer beschädigt worden.
Die Ursache des Feuers, das am frühen Dienstagmorgen (Ortszeit) ausgebrochen war, ist noch unklar. Die mehr als eine Million Rohingya-Flüchtlinge, die in über 30 Lagern im Bezirk Cox’s Bazar leben, sind besonders während der Trockenzeit von November bis März einem erhöhten Brandrisiko ausgesetzt. IOM-Missionschef Lance Bonneau sagte: “Wenn Brände in den überfüllten Campeinrichtungen wüten, gehen die Auswirkungen weit über beschädigte Infrastruktur hinaus.” Bereits im März 2021 hatten bei schweren Bränden etwa 45.000 Menschen ihre Unterkünfte
verloren.
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