Britische Behörden haben dem türkisch-amerikanischen Streamer
Hasan Piker und dem politischen Kommentatoren Cenk Uygur die Einreise
verweigert. Beide hätten bei öffentlichen Veranstaltungen in Großbritannien
auftreten sollen. Das Innenministerium teilte jedoch mit, die elektronischen
Reisegenehmigungen für Piker und Cenk Uygur seien annulliert worden.
Als Erklärung teilte das Ministerium mit, die Genehmigungen seien gestrichen worden, weil die
Anwesenheit der beiden in Großbritannien »dem öffentlichen Wohl möglicherweise
nicht zuträglich« sei. Entscheidungen, eine elektronische Reisegenehmigung aus
diesen Gründen zu verweigern oder zu annullieren, beruhten ausschließlich auf
einer Bewertung des potenziellen Risikos, das eine Person für die britische
Gesellschaft darstellen könne, teilte das Ministerium mit.
Piker ist ein liberaler politischer Kommentator und dafür
bekannt, häufig US-Präsident Donald Trump, Israel und den Krieg im Gazastreifen
zu kritisieren. Auf der Plattform Twitch hat er 2,8 Millionen Follower. Uygur
moderiert die politische Online-Talkshow The Young Turks und ist Pikers Onkel.
»Sind wir überhaupt noch frei?«
Piker und Uygur sollten in diesem Monat beim Festival
SXSW London sprechen, das sich mit Kultur, Technologie und Kreativität befasst.
Uygur sollte außerdem bei der Oxford Union auftreten, einer renommierten
studentischen Debattiergesellschaft.
»Ein trauriger Zustand, in dem offensichtlich die
Interessen Israels höchste Priorität haben«, sagte Piker auf seinem
Youtube-Kanal. Uygur schrieb auf der Plattform X, ihm werde »wegen Kritik an
Israel« die Einreise untersagt. Weiter fragte er: »Sind wir überhaupt noch
frei?«
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
