Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 22/2026.
Da kommt sie, unverkennbar, und nach nur wenigen Minuten schimmert sie wie der Eiffelturm bei Nacht. Über den Court Philippe‑Chatrier, den größten Platz der French Open, zieht sie ein schwarzes Kleid durch den roten Sand. Sofort schwenken die Kameras auf sie, die Zuschauer zücken ihre Handys, Jubel wird hörbar. Für einen Moment wirkt Naomi Ōsaka weniger wie eine Tennisspielerin und mehr wie ein Star auf dem Weg zu einer Filmpremiere. Kurz darauf legt sie ihren Überwurf ab; darunter verbirgt sie ein goldenes, dicht mit Pailletten besticktes Tennisoutfit ihres Werbepartners Nike.
