Angesichts des Konflikts mit den
USA hat der Iran das WM-Quartier seiner Fußball-Nationalmannschaft aus
Tucson im US-Bundesstaat Arizona nach Mexiko verlegt. Das teilte der Präsident des iranischen
Fußballverbands, Mehdi Tadsch, in einem Video mit, das die
iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitete.
Nach der Erlaubnis
des Fußball-Weltverbands Fifa bezieht die iranische Nationalmannschaft
während des Turniers ihr Quartier demnach in der an die USA grenzenden
mexikanischen Stadt Tijuana. Tadsch sagte, »das Problem der Visa« der
US-Behörden werde dadurch »größtenteils gelöst«. Der Quartierwechsel
ermögliche es den Nationalspielern zudem, mit der iranischen
Fluggesellschaft Iran Air zu fliegen. Außerdem sei Tijuana näher an den
Spielorten der Nationalmannschaft als das zunächst vorgesehene Quartier
in Arizona.
Ersten beide Spiele in Los Angeles
Die iranische Nationalmannschaft spielt
in der Qualifikationsgruppe G und bestreitet ihre ersten zwei Spiele in
der US-Metropole Los Angeles: am 15. Juni gegen Neuseeland und am 21.
Juni gegen Belgien. Irans drittes Vorrundenspiel gegen Ägypten findet
dann am 26. Juni in der US-Metropole Seattle statt. Derzeit bereitet
sich das Team im türkischen Antalya auf das Turnier vor.
Der Vize-Präsident des iranischen
Fußballverbands, Mehdi Mohammed Nabi, hatte am Dienstag mitgeteilt, es sei
unklar, ob alle Spieler und Mitglieder des sie begleitenden Stabs
US-Visa erhielten. Er habe aber großes Vertrauen in die
Verfahrensvorgaben der Fifa.
Krieg im Nahen Osten
Die Fußball-WM beginnt am 11.
Juni, das Finale findet am 19. Juli statt. Sie wird in diesem Jahr von den drei nordamerikanischen Ländern Mexiko, USA und Kanada ausgerichtet. Weil die Vereinigten Staaten von Amerika den Iran angegriffen haben, war dessen Teilnahme am Turnier lange Zeit fraglich.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren
militärischen Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Der Iran reagierte mit Luftangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Ziele
in der Golfregion. Derzeit gilt eine brüchige Waffenruhe.
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