
Das hat es seit 14 Jahren nicht gegeben: Der Siegertitel beim Eurovision Song Contest (ESC) schafft es in Deutschland auf Platz eins der Single-Charts. 2012 gelang dies Loreen mit ihrem Lied „Euphoria“, nun führt „Bangaranga“ der Bulgarin Dara die Hitliste an. „Nach dem Überraschungssieg beim Eurovision Song Contest erobert Bulgariens Popstar Dara nun auch die Spitze der Offiziellen Deutschen Single-Charts“, teilte GfK Entertainment am Freitagnachmittag mit.
Der letztjährige Sieger JJ aus Österreich hatte mit seinem Lied „Wasted Love“ hierzulande nur Platz 13 erreicht. Der deutsche Beitrag der Kölnerin Sarah Engels „Fire“ landet immerhin noch auf Platz 27 in den Top 100 dieser Woche. In Wien beim ESC war sie im Finale drittletzte bei 25 Teilnehmern geworden.
Auch „Fire“ von Sarah Engels ist wieder in den Charts
Nach dem deutschen Vorentscheid am 28. Februar war „Fire“ schon einmal kurz in den deutschen Single-Charts, das Lied stieg am 6. März auf Platz 75 ein – eine Woche später war Sarah Engels’ Lied aber schon nicht mehr in den Top 100 zu finden.
Neben Daras Nummer-eins-Hit „Bangaranga“ und dem deutschen „Fire“ sind zwei weitere Lieder aus dem ESC-Finale in Deutschlands aktuellen Top 100 gelandet: Der Österreicher Cosmó steht mit seinem „Tanzschein“ auf Platz 70, die Schwedin Felicia mit „My System“ auf Platz 87. Österreich war beim Wettbewerb in Wien noch hinter Deutschland auf dem vorletzten Platz gelandet, Schweden auf Platz 20.
Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobte das Lied „Bangaranga“ schon kurz nach dem Sieg von Dara, die eigentlich Darina Nikolaewa Jotowa heißt. Anlass war ein länger geplanter Besuch des neuen bulgarischen Ministerpräsidenten Rumen Radew in Berlin vor einer Woche.
Dabei sprach Merz allerdings fälschlicherweise vom European Song Contest, nicht vom Eurovision Song Contest: „Ganz herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz im European Song Contest mit ,Bangaranga‘. Ganz Europa ist im Rausch dieses Songs, und das wird wahrscheinlich der Ohrwurm des Sommers 2026 werden.“
