Wladimir Putin wird von Xi Jinping genauso pompös empfangen wie zuvor Donald Trump. Doch Russland ist inzwischen in fast jeder Hinsicht abhängig von China.
© Alexander Kazakov/imago images
Nach Trump nun also Putin: Am Dienstagabend ist Russlands
Staatschef Wladimir Putin in Peking gelandet, am Mittwochmorgen bekommt er am Tiananmen-Platz
die gleiche pompöse Empfangsshow geboten wie nicht einmal eine Woche zuvor der
US-Präsident. Salutschüsse, Stechschritt, jubelnde Kinder – alles ist bis ins
Detail identisch mit dem Staatszeremoniell der Vorwoche.
Einzig das Händeschütteln zwischen Xi und Putin fällt merklich
steifer aus als die bärige Schulterklopferei, mit der Trump seinen Staatsbesuch in China begonnen hatte. Und das, obwohl sich Putin und Xi schon im Vorfeld ihrer
Begegnung gegenseitig ihre »tiefe Freundschaft« versicherten, wie es die beiden
Präsidenten in den vergangenen Jahren regelmäßig getan haben. Ihre
Körpersprache aber sieht eher nach distanzierter Zweckehe aus.
