ZEIT-Autor Philipp Daum hat den Egon Erwin Kisch-Preis für die beste Reportage erhalten. Emile Ducke erhielt den »stern«-Preis für die »Fotogeschichte des Jahres«.
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Für seine Reportage über ein Ferienlager für Kinder von Eltern, die im Gefängnis sitzen, hat ZEIT-Autor Philipp Daum den Egon Erwin Kisch-Preis 2026 gewonnen. Er erhielt die Auszeichnung für den Text »Du bist wie ein Vater für mich. Nicht so ein Arsch wie mein letzter«.
Die Jury lobte, dass Daum im Camp mitgearbeitet habe, um die Geschichten der Jugendlichen aufzuschreiben. Dabei sei ihm ein einfühlsamer Blick auf ihre Sehnsüchte, Sorgen und Gedanken gelungen. Ebenfalls nominiert waren die freie ZEIT-Autorin Lea Mohr mit der Reportage »Mama, bin ich ein Klotz an deinem Bein?« und Sascha Lehnartz für die Welt am Sonntag mit »Leben, ohne davon zu erzählen«.
»Fotogeschichte des Jahres« wurde der ZEIT-Beitrag »Die Schatten des Sieges« von Emile Ducke. Dem freien Fotografen sei es gelungen, im vom Bürgerkrieg zerstörten Syrien »den Raum zwischen Hoffnung und Angst, zwischen Freude und Brutalität einzufangen«, lobte die Jury. Ducke setze sich gegen die ebenfalls nominierten Johanna-Maria Fritz mit dem ZEIT Magazin-Beitrag »Die Vergessenen« und Jana Mai mit dem stern-Beitrag für »Ich bin keine Frau, ich war nie eine«.
