Die deutschen Erzeugerpreise haben im April infolge des Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg den größten Anstieg seit knapp drei Jahren verzeichnet. Die Hersteller gewerblicher Produkte von Lebensmitteln bis Industriegütern hätten 1,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor verlangt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das war der höchste Anstieg seit Mai 2023. Von März auf April stiegen die Preise um 1,2 Prozent.
Die Energiepreise stiegen im April auf Erzeugerebene indes um 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat, hieß es. »Durch die anhaltenden Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten stiegen die Mineralölpreise besonders stark«, gaben die Statistiker bekannt. Hier lag die Preissteigerung bei 35,5 Prozent. Leichtes Heizöl verteuerte sich um 57,6 Prozent.
Die Weltmarktpreise stiegen infolge der Blockade der Straße von Hormus, durch die normalerweise etwa ein Fünftel des globalen Ölverbrauchs abgewickelt wird. Erdgas kostete hingegen 3,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Strompreise fielen um 4,7 Prozent.
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