Parken wird in Hamburg deutlich teurer. Der rot-grüne Senat beschloss auf seiner wöchentlichen Sitzung, die Preise fürs Kurzeitparken in der Innenstadt von 3,50 Euro auf 4,00 Euro pro Stunde zu erhöhen. Das ist ein Plus von knapp 15 Prozent.
In der Zone 2 – dem citynahen Bereich – steigt der Preis von 3,00 Euro auf 3,50 Euro. In der Zone 3 (Stadtteilzentren) gehen die Gebühren von 2,50 Euro auf 3,00 Euro rauf und in den äußeren Stadtteilen (Zone 4) von 1,50 Euro auf 2,00 Euro – ein Plus von 20 beziehungsweise 33 Prozent.
Umstellung soll in den nächsten Wochen erfolgen
Tagestickets kosten in der Zone 2 künftig 12,00 statt 10,00 Euro, in den Zonen drei und vier steigt der Preis von 8,00 auf 10,00 Euro. Der Preis für Wochentickets steigt in den Zonen 2 und 3 von 30,00 auf 33,00 Euro und in der Zone 4 von 24,00 auf 26,00 Euro.
Nach Angaben der Verkehrsbehörde soll die technische Umstellung auf die neuen Parkgebühren schrittweise im Laufe der nächsten Wochen erfolgen.
Auch die Preise fürs Bewohnerparken werden laut Senatsbeschluss angehoben: bei digitaler Antragstellung von 65 auf 70 Euro. Vor Ort kostet der Antrag künftig sogar 90 Euro. Bisher sind es 70. Zudem steigen die Preise für Besucherparkausweise: In den Zonen 1 und 2 von 3,00 auf 4,00 Euro, in den Zonen 3 und 4 von 2,50 auf 3,00 Euro.
Senat nennt Erhöhung fair, maßvoll und gezielt
Den Angaben zufolge waren die Parkgebühren in Hamburg zuletzt vor über vier Jahren angehoben worden. Die Steigerungen seien «maßvoll und gezielt», hieß es vom rot-grünen Senat. Hamburg bleibe damit im Vergleich mit anderen deutschen Großstädten im Mittelfeld.
Mit den günstigeren Gebühren für digital beantragte Bewohnerparkausweise wolle man die Digitalisierung fördern. Und ebenso die E-Mobilität: Elektrofahrzeuge könnten auch weiterhin bis zur jeweiligen Höchstparkdauer kostenfrei parken. Zudem gelte bei gewerblichen Elektrofahrzeugen künftig am Standort ein vergünstigter Satz von 70 Euro gegenüber 250 Euro für Verbrenner.
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