Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende, Ausgabe 20/2026
An einem warmen, wolkenlosen Sommermorgen steigen wir an einem Fähranleger in ein Motorboot. Es ist marineblau angemalt und von einem Sonnensegel überspannt.
Nach einer Woche Strandurlaub an der albanischen Riviera hatten mein Freund und ich genug von den Menschenmengen, den Sonnenschirmen und den leuchtenden Fahrgeschäften. Wir wollten Ruhe, ein paar Tage All-exclusive-Urlaub.
Auf der Suche nach Einsamkeit stießen wir auf ein Gasthaus am Komansee, eingebettet im Dukagjin, einer der abgelegensten Gegenden des Westbalkans. Prokletije nennen die Menschen das Gebirge an der Grenze zwischen Albanien, Montenegro und dem Kosovo, auf Deutsch: »verwunschen«.
