Bei einem erneuten Zugunglück in Spanien ist mindestens ein Mensch getötet worden, vier weitere wurden schwer verletzt. Das teilten Rettungskräfte mit. Der Unfall ereignete sich etwa 40 Kilometer entfernt von Barcelona: Ein Pendlerzug entgleiste, nachdem eine Stützmauer infolge starker Regenfälle auf die Gleise gestürzt war. Auf Bildern von Onlinemedien war die zerstörte Frontpartie des Zuges zu sehen.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Toten um den Lokführer handeln, insgesamt sollen 20 Menschen verletzt worden sein. Den Angaben der Rettungsdienste zufolge waren am Unfallort in Gelida zwanzig Krankenwagen im Einsatz, zusammen mit 38 Feuerwehreinheiten.
Sturm zieht über Katalonien
Wie der Zivilschutz mitteilte, handelt es sich bei dem betroffenen Zug um die Linie R4 des Nahverkehrsnetz Rodalies. Gerade in den Abendstunden sind diese Züge an Wochentagen voll besetzt, viele Passagiere müssen stehen.
Die spanischen Behörden hatten in einigen Gebieten Kataloniens wegen eines starken Sturms mit Windgeschwindigkeiten bis zu 80 Kilometer pro Stunde und starken Niederschlägen Alarm ausgerufen. Wegen meterhoher Wellen war auch gewarnt worden, sich auf keinen Fall Hafenmolen und Stränden zu nähern.
Der Unfall des Pendlerzugs ereignete sich nur zwei Tage nach der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge in Andalusien, bei der 42 Menschen getötet wurden.
